Die Ausgangslage: Historischer Charme trifft auf moderne Sicherheitsnorm
Das Treppenhaus eines denkmalgeschützten Altstadthauses in Bern hatte über Jahrzehnte ein schmiedeeisernes Geländer, dessen weite Öffnungen den heutigen Anforderungen der SIA 358 nicht mehr genügten — insbesondere die Kugelprüfung für Kindersicherheit hätte das alte Geländer nicht bestanden. Gleichzeitig war der Denkmalschutz bei der Wahl eines neuen Systems zu berücksichtigen: Ein modernes Glasgeländer oder grobmaschige Lochbleche kamen für dieses Haus nicht infrage.
Die Lösung: Ein diagonales Rautenmuster in Schwarz
Gemeinsam mit der Eigentümerschaft entschieden wir uns für ein Staketengeländer mit diagonal verlaufendem Rautenmuster aus schwarz pulverbeschichtetem Stahl. Das enge Rautenraster unterschreitet den vorgeschriebenen Maximalabstand von 12 cm deutlich und besteht die Kugelprüfung sicher — visuell erinnert es zugleich an die schmiedeeiserne Handwerkstradition des ursprünglichen Geländers.
Als Handlauf kam massives Eichenholz zum Einsatz, das auf den Metallrahmen aufgesetzt wurde. Diese Materialkombination war der Eigentümerschaft besonders wichtig, um den warmen, historischen Charakter des Treppenhauses zu erhalten.
Fertigung nach Bestandsaufnahme
Da in Altbauten kaum ein Winkel exakt rechtwinklig ist, haben wir jede Stufe und jeden Wandanschluss einzeln vermessen. Die Rautenfelder wurden in unserer Werkstatt vorgefertigt und erst vor Ort final angepasst, um trotz der unregelmässigen Bausubstanz ein sauberes, durchgängiges Musterbild zu erreichen.
Das Ergebnis
Das neue Geländer erfüllt heute alle Anforderungen der SIA 358, ohne dass Besucher auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um eine Neuanfertigung handelt — genau das Ziel der Eigentümerschaft.









